Was ist eigentlich die Schufa?

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Schufa Bewertung

Die Schufa, genauer gesagt Schufa Holding AG ist eine deutsche Wirtschaftsauskunft mit Sitz in Wiesbaden.

Welche Aufgabe hat die Schufa?

Die Aufagbe der Schufa besteht darin, ihren Vertragspartnern mit Informationen zur Bonität Dritter zur Verfügung zu stellen.

Seit 2004 bietet die Schufa auch Auskünfte über Unternehmen an, um die Geschäfte sicherer zu machen. Und seit 2005 gehört die Altersverifizierung zu den Dienstleistungen der Schufa, welche von der Kommission für Jugendmedienschutz genehmigt und anerkannt worden ist.

Die Geschichte der Schufa

Die Geschicht der Schufe beginnt in den 1920er Jahren. Damals wurde von der Berliner Städtische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (BEWAG) neben dem Hauptprodukt Strom auch Haushaltsgeräte mit Raten-Zahlung angeboten.
Die Raten für die Geräte wurden zusammen mit der Stromrechnung beglichen. Sollte ein Haushalt seine Rechnung nicht gezahlt haben, bekam er auch keinen Strom.
Daraus entstand ein System, bei das Zahlungsverhalten der jeweiligen Haushalte beurteilt werden konnte.

Die Geschäftsleitung nutze die gesammelten Erfahrungen und gründetet 1927 die Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung. Es entstanden insgesamt 14 regionale Schufa-Gesellschaften, welche 1952 den Bundes-Schufa e.V. gegründet haben.

2002 wurden die einzelnen Regional-Gesellschaften zusammen geschlossen und bilden die heutige Schufa-Holding AG.

Welche Daten werden gespeichert?

Die meisten Daten, die die Schufa gespeichert hat, stammt von externen Unternehmen. Beispielsweise von Banken und Vertragspartnern.
Aber auch die Schufa an sich beschafft sich Daten zu Personen z.B. aus öffentlichen Quellen.

Bei einer Speicherung der Daten muss der Kunde eingewilligt haben, unwichtig, ob die Daten von externen Partnern stammt oder direkt von der Schufa gespeichert wurden.

Zu den gespeicherten Daten zählen z.B. Kontaktinformationen wie:

  • Vorname, Nachname
  • aktuelle und frühere Anschrift
  • Geschlecht, Geburtsort und Geburtsdatum

Des weiteren werden Kredit- und Leasingverträge, Kontoeröffnungen, vorhandene Kreditkarten und Kundenkonten bei Online-Shops gespeichert.

Außerdem werden natürlich Auffälligkeiten bei Zahlungen gespeichert. Dazu zählen z.B. fällige Forderungen, die ausreichend gemahnt und nicht bestritten sind.

Die Löschung der Daten findet unterschiedlich statt. So werden z.B. abgezahlte Kredite 3 Jahre nach der Rückzahlung gelöscht.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

1985 erließ der Bundesgerichtshof das „Schufa-Urteil“, in dem stand, dass Kundendaten nur mit dem Einverständnis der Kunden an die Schufa übermitteln werden dürfen.

Seit dem 1. April 2010 ist die Datenübermittlung in § 28a BDSG geregelt. Demnach dürfen nur Kundendaten übermittelt werden wenn:

  • die Forderung durch ein Urteil festgestellt wurde oder ein Vollstreckungsbescheid vorliegt
  • die Forderung in der Insolvenztabelle festgestellt ist
  • der Schuldner die Forderung anerkannt hat oder wenn er mindestens 2 mal schriftlich gemahnt wurde
  • und die Übermittlung an die Schufa rechtzeitig mitgeteilt wurde.

Neben der genannten Datenübermittlung kann die Schufa auch Daten aus öffentlichen Verzeichnissen und amtlichen Bekanntmachungen speichern.

Wer und was sind die Vertragspartner der Schufa?

Die Vertragspartnern der Schufa sind in 3 Kategorien einzuteilen:

• A-Vertragsparter: Kreditkartenunternehmen, Kreditinstitute und Leasinggesellschaften
• B-Vertragspartner: Online-Shops, Immobilienwirtschaft und Unternehmen, die gegenüber dem Kunden in Vorleistung gehen (z.B. Kauf auf Rechnung)
• F-Vertragspartner: Inkassounternehmen

Die Anteile in Zahlen: 34,7 % Kreditbanken, 26,4 % Sparkassen, 17,9 % Privatbanken, 7,9 % Genossenschaftsbanken, 13,1 % Handel und Andere [1]

Was ist der Schufa Score?

Kurz gesagt ist der Schufa Score eine Skala, bei der die Kreditwürdigkeit bewertet wird. Die Skala reicht von 1 bis 100, wobei 100 den beste Wert darstellt, der aber nur theoretisch existiert.

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Kann ich meine eigenen Daten einsehen?

Die Schufa bietet die Möglichkeit, einmal im Jahr kostenfrei die gespeicherten Daten anzufordern. Außerdem besteht das Recht, fehlerhafte Daten korrigieren zu lassen.
Dies geschieht entweder über „MeinSchufa“ (kostenpflichtig) oder über das Produkt „Bonitätsauskunft“ (einmal jährlich kostenfrei).

Interessante Fakten und Zahlen zur Schufa [1]
Die Schufa verfügt über 813 Millionen Einzeldaten zu 67.2 Millionen natürlichen Personen und zu 5,3 Millionen Unternehmen. Die Schufa bearbeitet jährlich mehr als 140 Mio. Anfragen zur Kreditwürdigkeit. Davon sind 2,1 Millionen Auskünfte an Verbraucher, die ihre Daten einsehen wollen. Sie beschäftigt rund 800 Mitarbeiter (Stand: 2016). Im Jahr 2016 belief sich der Umsatz auf ca. 164 Mio. Euro. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Personen, von denen drei selbst Mitarbeiter der Schufa sind.


[1] Quelle Wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Schufa

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