Anlegerkönnen über P2P-Kredit-Plattformen oder Marktplätze Geld in Krediten von privaten Kreditnehmern investieren. Das P2P bedeutet von privat zu privat und kommt aus dem Englischen People to People; Abkürzung P2P). Somit sind diese P2P-Plattformen Vermittler und deren Zuständigkeit liegt in der Prüfung der Kredite und in der Zahlungsabwicklung. Dabei kann dann der Anleger, je nach seiner Risikobereitschaft, individuell festlegen, in welche Kreditprojekte er investiert. Hierbei hängen die Renditeaussichten von der individuellen Risikobereitschaft des Anlegers ab. Auch hier gilt die Faustregel, dass je höher das Risiko ist, desto höher ist auch die zu erreichende Rendite. Je nach den Plattformen, können hier Beträge zwischen 25 bis 250 Euro pro Kredit investiert werden.

Unterschied zu Tages- oder Festgeld

Im Unterschied zu Tages- oder Festgeldanlagen gibt es bei Investitionen in P2P Kredite keine Einlagensicherung. Ebenso gelten die vereinbarten Kreditzinsen nur dann, wenn die Kredite auch gemäß Vereinbarung bedient werden. Wenn hier es dann zu einem Kreditausfall kommt, besteht dann die Gefahr, dass die Investition verloren ist.

Wie sollte in diese Anlageklasse investiert werden?

Eine für den Anleger vorhandene Liquiditätsreserve sollte nicht in eine solche Anlageklasse investiert werden. Erst wenn dann der Reservebedarf für mehrere Monate auf einem Tagesgeldkonto liegt, sollte darüber nachgedacht werden.

Wenn man von den Risikoklassen der allgemeinen Geldanlage ausgeht, so ist diese Anlageform in der Klasse 4 bei den deutschen Kreditnehmern und in der Klasse 4 bis 5 bei ausländischen Kreditnehmern zugeordnet. Deshalb sollte auch aus Diversifikationsgründen die Anlage hier auf verschiedene Plattformen verteilt werden, weil dadurch nochmals eine breitere Streuung erfolgt. Damit dann es nochmals zu einer Risikominimierung gegen Zahlungsausfall kommt, sollte dann auf jeder Plattform in möglichst viele Kredite von den verschiedensten Kreditnehmern investiert werden.

Wie sicher sind solche Anlagen?

Speziell für Einsteiger gibt es zum Teil auf den Plattformen automatisierte Anlagevarianten, die dann das Kapital auf mehrere Kredit-Projekte, die auf der Plattform angeboten werden, verteilen. Damit das Risiko dann für den Neueinsteiger überschaubarer bleibt, gibt es als Orientierungshilfe dort die Einteilung in Risiko-Klassen, und zwar zum Beispiel Klasse A, B, C, D, etc.. Mit diesen Klassen wird dann normalerweise auch die Ausfallwahrscheinlichkeit des Kredits dargestellt (A sehr geringes Ausfallrisiko und D erhöhtes Ausfallrisiko) Das bedeutet, dass je höhere die Klasse ist, desto höher ist auch das Risiko.

Vor – und Nachteile von den P2P-Krediten in Stichworten zusammengefasst

Vorteile

  • Schneller und einfacher Online-Zugang;
  • hohe Renditen möglich;
  • es werden keine Gebühren verlangt;
  • breite Diversifikationsmöglichkeiten.

Nachteile

  • Keine Einlagenschutz;
  • hohes Risiko,
  • Abhängigkeit von den Online-Plattformen.

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Alternative Geldanlage in P2P Kredite: Ein Ratgeber zur erfolgreichen P2P Strategie.
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