Der ARERO-Weltfonds ist wissenschaftlich untermauert, günstig und innovativ. Er kann durch verschiedene ETFs nachgebildet werden. ARERO steht dabei für Aktien, Renten und Rohstoffe. Der Mannheimer Professor Martin Weber hat das Konzept für diesen Weltfonds entwickelt. Er lehrt an der Universität im Bereich der Wirtschaftswissenschaften und entwickelte nebenbei den Fonds, der im Jahr 2008, gemeinsam mit DWS, veröffentlicht wurde. Der Fonds hat derzeit ein Volumen von etwa 800 Millionen Euro und gehört damit zu den erfolgreichsten passiven Fonds.

Als Besonderheit dieses Fonds gilt die Aufteilung des Vermögens in Aktien, Renten und Rohstoffe. Die Verteilung ist genau festgelegt, so werden 60 Prozent des Kapitals in Aktien aus Nordamerika, Europa, Asien und den Schwellenländern angelegt. Die Verteilung der Mittel innerhalb dieser einzelnen Klassen wird nach dem BIP der Regionen gewichtet. In europäische Staatsanleihen werden 25 Prozent des Kapitals gebunden. Der Rest geht in Rohstoffe, beispielsweise in Edelmetalle, Industriemetalle und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Durch die Streuung über die Verschiedenen Regionen und die verschiedenen Klassen soll eine möglichst breite Streuung erreicht werden, damit Verluste gut verkraftet werden können. Der Fonds wird nicht aktiv gemanagt und die Verteilung des Kapitals nur zweimal im Jahr angepasst, dadurch sollen die Kosten niedrig gehalten werden. Für den Weltfonds wurden verschiedene Indizes entwickelt, mit deren Hilfe das Geld perfekt auf die einzelnen Klassen und Weltmärkte verteilt werden kann. Die Investitionen in Aktien und Staatsanleihen erfolgen dabei in die realen Werte, ETFs kommen dabei nicht zum Einsatz. Lediglich die Rohstoffe bilden hier eine Ausnahme. Der Fonds kostet im laufenden Betrieb lediglich 0,5 Prozent, dass stellt einen vergleichsweise günstigen Wert dar. Der Fonds ist nicht an der Börse gelistet.

Systematische Auswahl - Bild

Der Fonds nach der ARERO genannten Strategie hat jedoch auch Nachteile. Die Gewichtung der einzelnen Klassen ist nicht flexibel, der Anleger kann sie also nicht anpassen. Durch eine Kombination verschiedener ETF-Fonds ist eine Nachbildung möglich und der Fonds kann den eigenen Wünschen angepasst werden. Das Nachbauen dieses Fonds bietet einige Vorteile, die man nur erhält, wenn man ihn aktiv nachbaut. Ein Rebalancing ist ständig möglich, man muss also nicht auf das turnusmäßige Balancing warten, welches zweimal im Jahr stattfindet. Die einzelnen Gewichtungen können selbst angepasst werden. Wer keine Lust auf Rohstoffe hat, kann sie ganz ausschließen oder ihre Gewichtung verringern. Die Anleihen de europäischen Staaten werfen aktuell eine eher schwache Rendite ab, deshalb kann man auf diese auch gut verzichten. Stattdessen kann man beispielsweise auf ein Tagesgeldkonto oder ähnliches setzen, dass Risiko ist ähnlich gering. Manchen Anlegern ist das Risiko zu hoch. In dem Fall kann der Anteil der Staatsanleihen erhöht werden und schon bekommt man ein geringeres Risiko. Der ARERO-Fonds bietet, durch seine hohen Aktienanteile, steuerliche Vorteile. Diese sind in den letzten Jahren jedoch kaum zum Tragen gekommen, weil die Rohstoffe und Staatsanleihen eher wenig Rendite abgeworfen haben.

Zu Beginn sollte man sie das Musterportfolio nach ARERO anschauen, damit man darauf sein eigenes Portfolio aufbauen kann. Es kann beliebig zusammengestellt werden und die entsprechenden ETFs können an der Börse erworben werden. Ein Nachteil der Selbstbauvariante ist, dass für jeden Trade eine Gebühr anfällt, deshalb ist das Rebalancing eingeschränkt. Es gibt Broker mit relativ niedrigen Gebühren, deshalb fällt dieser Nachteil nicht so extrem ins Gewicht. Es werden teilweise nur fünf oder sechs Euro pro Trade fällig, manchmal auch gar nichts. Der Anleger sollte sich im Vorfeld Gedanken darüber machen und dann entscheiden, welche Variante für ihn die günstigste darstellt. Der Nachbau lohnt sich im Prinzip nur, wenn man die Anlage als einmalige Investition betrachten möchte. Wer lieber monatlich kleine Beträge investieren möchte, ist mit einem Sparplan besser dran, weil dann keine monatlichen Gebühren für die Trades anfallen. Es gibt auch ETF-Sparpläne, es muss also nicht zwangsläufig nach der ARERO-Strategie gespart werden.

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