Wir schreiben das Jahr 2018

Immobilienblase?
Immobilienblase?

Der Leitzins befindet sich auf einem Rekordtief, sodass die Anlage in Bankprodukte ohne ein überhöhtes Risiko einzugehen kaum Rendite abwirft. Und das von renommierten Finanzexperten prognostizierte Platzen der Immobilienblase lässt viele potenzielle Anleger am Erfolg des Immobilienmarktes zweifeln. Zu Recht suchen daher immer mehr deutsche Anleger eine zukunftsfähige sowie renditeversprechende Anlagemöglichkeit und stoßen hierbei auf Anleihen.

Was sind Anleihen?

Mit der Börse verbindet der Durchschnittsdeutsche in erster Linie den Aktien-, jedoch selten den Anleihenmarkt. Dabei können Anleihen vor allem für potenzielle Anleger ohne breit gefächertes Expertenwissen in Sachen Wertentwicklung interessant sein.

Urkunde
Urkunde

Anleihen, auch Schuldverschreibungen genannt, sind Wertpapiere, in denen ein privates Vermögensrecht so verbrieft ist, dass zur Ausübung des Rechts der Besitz der Urkunde erforderlich ist. Letztere erhält man, wenn man eine Schuldverschreibung erworben hat. Oftmals ist es die Bundesrepublik Deutschland, die einzelnen Bundesländer, größere Städte und große Unternehmen, welche für geplante Investitionen hohe Summen, welche sich nicht aus laufenden Einnahmen und Erspartem finanzieren lassen, benötigen. Eine für diese Emittenten kostengünstige Alternative zum Bankdarlehen ist hierbei die Herausgabe von Schuldverschreibungen.

Ein Emittent wie zum Beispiel die Deutsche Bahn AG nimmt durch die Ausgabe von Anleihen einen Kredit von vielen verschiedenen Anlegern über den Anleihenmarkt auf. Voraussetzung für die Herausgabe der Anleihen ist die Stückelung der benötigten Geldsumme. Benötigt die Deutsche Bahn AG beispielsweise 100 Millionen Euro für ihre Investition, dann können Sie die Anleihen für jeden Anleger auf 100,00 Euro pro Schuldverschreibung stückeln. Weiterhin muss eine von einem Anleger gekaufte Anleihe mit einer standardisierten Urkunde übertragen werden, damit dieser jederzeit seine Rechte geltend machen kann. Als Käufer von Schuldverschreibungen treten neben Privatpersonen auch Großanleger wie Banken, Versicherungsgesellschaften und Investmentfonds auf.

Die Bahn als Emittent
Die Bahn als Emittent

Schuldverschreibungen – Ihre Stärke liegt in der Sicherheit

Für die Herausgeber von Schuldverschreibungen liegen die Vorteile auf der Hand: Der Emittent sichert sich durch die Ausgabe von Anleihen einen für sich besseren Zinssatz als bei einem Bankdarlehen. Weiterhin umgeht er so die strengen Auflagen des Aktienmarktes wie etwa eine jährlich zu organisierende Jahresversammlung, wenn er sich am selbigen beteiligen wollen würde. Der Anleihenmarkt ist somit kostengünstig und weitestgehend unbürokratisch. Der Anleger profitiert hingegen von zahlreichen Vorteilen. So erhält er ein Wertpapier mit einer jährlich festen Verzinsung und einer zuvor vereinbarten Laufzeit. Er kann also bereits vor Kauf der Anleihe berechnen, wie hoch sein Gewinn nach Ablauf der Laufzeit ist. Hinzu kommt, dass ausgewählte Emittenten eine Überschussverzinsung vereinbaren, die dann greift, wenn der Herausgeber der Schuldverschreibungen gut gewirtschaftet hat.

Sicherheit
Sicherheit

Als besonders sicher gelten die Anleihen, weil man als Anleger Anteilsinhaber am Fremdkapital, und nicht wie bei Aktien, Anteilsinhaber am Eigenkapital ist. Dies hätte im Falle einer Insolvenz zur Folge, dass man als Gläubiger in vorderer Reihe steht, um seine Ansprüche geltend zu machen, während Aktieninhaber das Schiff meist zuletzt verlassen.

Die Kehrseite der Medaille

Ein bekanntes Bonmot besagt: “Wer gut essen will, kauft Aktien, wer gut schlafen will, kauft Anleihen.” Dies mag zwar einen wahren Kern haben, allerdings können Schuldverschreibungen auch einige nennenswerte Nachteile mit sich bringen. So ist es richtig, dass Schuldverschreibungen für verhältnismäßig wenig Geld eingekauft werden können und eine feste Verzinsung haben. Allerdings ist der Kauf von Anleihen im Hinblick der Ertragsmöglichkeiten von Aktien meist nur langfristig lukrativ.

Langsam aber stetig
Langsam aber stetig

Kurzfristig hohe Gewinne wie auf dem Aktienmarkt sind nicht realisierbar. Zuletzt haben Anleger von Anleihen keine Mitgestaltungsrechte am Unternehmen, wie sie auf dem Aktienmarkt bekannt sind. Wer eine Anleihe erwirbt, muss sich dessen bewusst sein, dass er ausschließlich langfristig an der stabilen Wertentwicklung des Herausgebers profitiert.

 

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