Ob Du zur Mittelschicht zählst, oder darunter bzw. darüber eingeordnet wirst, kannst du anhand von Zahlen und Statistiken ablesen.

Das Gefühl wohlhabend oder bedürftig zu sein, ist jedoch sehr individuell. Hier fließen mehrere Faktoren ein. Reichtum bedeutet Besitz und jemand, der ein geringes Einkommen hat, kann trotzdem eine Menge an Gütern oder sogar Wissen besitzen und somit einen bestimmten Wert haben und sich selbst wertvoll fühlen.

Ebenso ist jemand, dessen Wissen lückenhaft ist, bedürftig an Wissen. Dies kann ebenso eine Art Armut darstellen. Diese ist dann immateriell. Trotz dessen kann diese Person viel besitzen und sich eben nicht wohlhabend vorkommen.

Ab wann bis Du arm?

Laut Definition gilt als von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen, bei wem ein oder mehrere Folgender Eigenschaften auftreten:

  • Einkommen liegt unter der Armutsgefährdungsgrenze
  • Haushalt ist von erheblichem materiellen Verzicht betroffen
  • Leben in einem Haushalt mit geringer Erwerbsbeteiligung

Die Armutsgefährungsgrenze

Die Armutsgefährdungsgrenze lag laut destatis.de für 2018 in Deutschland bei 13.628 € für Alleinlebende.

Vor zehn Jahren lag diese bei 11.151 €. Sie steigt kontinuierlich. Im Vergleich dazu liegt der Schwellenwert 2018 bei zwei Erwachsenen mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 28.618 €. In 2008 waren dies 23.070 €.

Statistisch gesehen sind Frauen häufiger von Armut betroffen, als Männer. Ebenso gibt es eine Steigerung bei über 60-jährigen.

Die Armutsgefährundgsquote in Deutschland (Quelle: statista):

2019: 16%
2018: 15,5%
2016: 15,7&
2014: 15,4%
2012: 15%
2010: 14,5%
2008: 14,4%
2006: 14%

Im Jahr 2006 gab es einen großen Wirtschaftswachstum. Ansonsten ist ersichtlich, dass die Armutsquote langsam und kontinuierlich steigt.

Was ist Reichtum?

Wohlstand bedeutet hingegen Besitz. Wer wohlhabend ist, muss nicht verzichten. Der kann verzichten, wenn er will. Der Unterschied ist, dass er eine Wahl hat, die bei der Armut oft nicht gegeben ist.
Viele verbinden auch Überfluss mit Reichtum. Die Definitionen weichen sehr voneinander ab.

Reichtum wird in Zahlen so definiert, dass man mehr als ungefähr 250% des Median-Einkommens in Deutschland verdient.

Die Bundesrepublik hat eine weite Definition von Armut und Reichtum. Dass macht sich bei folgender Einordnung bemerkbar.

Ab wann bist du reich?

  • Untere Schicht= arm: weniger als 60% des Median-Einkommens
  • Mittelschicht= weder arm, noch reich: 60-249% des Median-Einkommens
  • Obere Schicht= reich: ab 250% des Median-Einkommens

Aktuell liegt das Median-Einkommen bei ca. 1400 € im Monat bei einem Singlehaushalt. Davon 250% machen 3500 € p.m. Bei einem Drei-Personen Haushalt liegt der Median bei 3.400 € pro Monat. Davon 250% ergibt 8500 €. Wie viele von denen, die den oberen Wert erreichen, sind wohl gut betucht, nachdem man die Ausgaben und Abzüge gegenrechnet?

Historische Münzen - Bild
Historische Münzen

Diese Grenze weichen jedoch von Bundesland zu Bundesland etwas ab. Ebenso gibt es unterschiedliche Steuersätze. Diese haben eine andere Staffelung, als die Einordung der ,,Schichten”. So kommt es, dass jemand, der als wohlhabend aufgrund seines Einkommens gelten könnte, aufgrund seiner Steuerlast in die Mittelschicht fällt. Diese stellt in Deutschland den größten Teil dar. Der Abstand von der Mittelschicht zu den ,,Armen” ist geringer, als der zu den ,,Reichen”.

Reichtum ist jedoch nicht so einfach definiert, wie Armut mit den oben genannten Merkmalen. Das ist zum einen kulturell bedingt bzw. eine sehr subjektive Einschätzung. Außerdem ist geistiger Reichtum schwer messbar. Sowohl Reichtum, wie auch Armut sind an sich relativ. Es kommt immer darauf an, was man in Relation bzw. in Beziehung setzt und miteinander vergleicht.

Vergleicht man Armut und Wohlstand weltweit miteinander wird dies wesentlich deutlicher.
In Deutschland gibt es die relative Armut. Hier wird der Wohlstand innerhalb der Bundesrepublik verglichen. Während die absolute Armut von der Weltbank mit einem Dollar pro Tag bzw. mittlerweile 1,9 US-Dollar beziffert wird. Es kommt also auf den Vergleich an, ob man relativ gesehen eher zu den Reichen oder den Armen zählt.

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